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Einzig und allein im Gaststättengewerbe wird das Gesetz nicht konsequent
umgesetzt. Nur wenige Gastwirte verbieten ihren Stammkunden das Rauchen. "Das
liegt vor allem daran, dass die Regierung sich nicht traute, in Gaststätten
rigoros durchzugreifen", kritisiert Raquel Megina, Vorsitzende der
Anti-Raucher-Vereinigung nofumadores.org.
So sind nur Lokale mit 100 Quadratmetern zum Rauchverbot oder zum Einrichten
kleinerer Raucherzimmer verpflichtet. Alle anderen können auswählen, ob bei
ihnen geraucht werden darf oder nicht. Den meisten Wirten ist es unangenehm, ein
Rauchverbot auszusprechen.
Die Folge: In 80 Prozent der kleinen Lokale darf weitergequalmt werden. Den
größeren Lokalen gab das Gesetz acht Monate Zeit, Raucherzonen einzurichten.
Längst nicht alle haben die Umbaukosten auf sich genommen, obwohl ihnen
Bußgelder bis zu 10 000 Euro drohen. Viele warten ab, mit welcher Schärfe die
Behörden die Verstöße ahnden werden.
In konservativ regierten Regionen wie Madrid oder Valencia haben die Wirte
vermutlich nichts zu fürchten. Dort boykottierten die Politiker das
Anti-Rauchgesetz der sozialistischen Regierung, wo es nur geht. |